Schrift
Lesbarkeit der Schrift
Bei der Gestaltung eines Printproduktes ist die Wahl und Verwendungsart der Schrift ausschlaggebend für die Lesbarkeit des Endproduktes. Schriftsätze gelten als gut lesbar, wenn Buchstaben eine große xHöhe haben, leicht voneinander zu unterscheiden sind und die Punzen geöffnet sind. Zusätzlich sollten folgende Regeln eingehalten werden:
- Grundtext besteht aus nur einer Schriftgröße (6–7pt aufwärts für gute Lesbarkeit)
- Auszeichnungen kursiv oder fett
- An die Schrift angemessen Zeilenabstand verwenden (Kleine Schrift, höherer Zeilenabstand)
- Wenig Schrifttypen verwenden (eine für Überschriften, eine für den Kontext)
- Um die 70 Zeichen pro Zeile, längere und kürzere Zeilen vermeiden
- Ausreichend Kontrast zum Hintergrund
Schlechte Lesbarkeit
Schriften mit geschlossenen Punzen, ähnlichen Buchstaben und einer geringen x-Höhe können schwerer gelesen werden. Weitere Faktoren können die Lesbarkeit einschränken.
- Wenig Kontrast zum Hintergrund (Figur-Grund-Beziehung)
- Zu geringe Schriftgröße für Textpassagen (unter 6–7pt)
- Zu geringer Zeilenabstand (schnell bei kleinen Schriftgrößen)
- Verwendung vieler Schriftarten
- Zu viele Auszeichnungen im Mengentext
- Schlechte Formatierung (Treppen/Bäuche/Löcher/viele Trennungen/etc.)
- Zu lange oder zu kurze Zeilenlänge (unter 60 über 80 Zeichen)
Schriftcodierung
Schriftformate können in unterschiedlichen Schriftcodierungen erstellt sein und entsprechend unterschiedliche viele Zeichen beinhalten. Die einfachste Codierung ist der ASCII-Code (7 Bit codiert). Er kann 128 Zeichen speichern. Der erweiterte ASCII-Code (8 Bit codiert) kann 256 und der Unicode (16 Bit codiert) 65.536 Zeichen speichern.
Antialiasing
Die Schrift wird geglättet wodurch der Übergang zwischen Buchstabenrand und Hintergrund leicht verschmilzt. Dadurch wird der Sägezahneffekt (Treppenstruktur) vermieden. Erreicht wird dies durch die Berechnung von Zwischenwerten, zwischen Schrift- & Hintergrundfarbe an allen Kanten der Linie. Bei zu starker Glättung entsteht eine Randunschärfe.
Hinting
Um die Monitordarstellung von Schriften zu optimieren, werden die Formen der Schriften in das Pixelraster eingepasst und somit Feinheiten darstellbar.
Schriftenverwaltungsprogramme
Bei der Gestaltung von Medienprodukten steht in der Regel eine große Sammlung von Schriften zur Verfügung. Um diese Schriftbibliothek zu verwalten, nutzt man Schriftenverwaltungsprogramme. Die Aufgabe dieser Programme besteht dahin, Schriften zu gruppieren, aktivieren und deaktivieren, fehlerhafte und doppelte Schriften zu erkennen, sowie Schriften aus unterschiedlichen Ordnern zu integrieren.