Der Mensch ergänzt fehlende Teile eines Objektes und kann das wahrgenommene Objekt als Figur oder Form erkennen.
Gesetz der fortgesetzten Linie
Der Mensch geht bei einer Linie von dem einfachsten, also dem geraden Weg aus, weshalb zwei Objekte mit sich berührenden Linien falsch interpretiert werden können.
Gesetz der Nähe
Nah beieinander liegende Elemente werden als Einheit oder Gruppe wahrgenommen, während weit entfernte Objekte als Einzelelement interpretiert werden.
Gesetz der Geschlossenheit
Einzelne Elemente werden aufgrund ihrer Position und Form als zusammenhängend empfunden und als ein Objekt/eine Form interpretiert.
Gesetz der Prägnanz
Bei der Wahrnehmung von Figuren, Formen und Elementen wird die einfachste Gestaltung am ehesten in Erinnerung behalten. Komplexere Gestaltungen werden versucht auf einfachste Weise zu interpretieren.
Gesetz der Gleichartigkeit / Ähnlichkeit
Wenn Formen oder Elemente sich durch Form, Farbe oder Größe ähneln werden diese als Gruppe/Einheit interpretiert oder als zusammengehörig interpretiert.
Gesetz der Figur-Grund-Beziehung
Der Mensch kann immer nur einen Teil des gesamten Blickfeldes wahrnehmen und versteht den Rest als Hintergrund. Wird nicht klar, was Figur und was Hintergrund ist, wird die Betrachtung instabil und kann sogar "umkippen".